Chancentod am Anfang, am Ende steht es 3:3
So wie einst Baron Münchhausen sich selbst an den eigenen Haaren aus dem Sumpf zog, so oder so ähnlich erging es unserer Kampfmannschaft im Spiel gegen den bisherigen Spitzenreiter Neukirchen am Walde. 0:2, 1:3, 3:3, das waren aus Freinberger Sicht die Stationen zur letztendlichen Punkteteilung. Man musste als Freinberger Fan am Sonntag schon starke Nerven haben um diesen Krimi “unfallfrei” zu überstehen. Eine Partie, wie man sie selten erlebt, Kampf, Dramatik und ein Happyend. Fast so, als hätte ein Drehbuchautor seine Finger im Spiel gehabt. Nur - und hier liegt eigentlich die Krux - hätte Freinberg den Anfang erfolgreich gestaltet, wäre es niemals so spannend geworden und die drei Punkte wären in Freinberg verblieben. Freinberg legte los wie die Feuerwehr. Glasklare Chanchen wurden erspielt, aber auch versiebt. Es hätte schon 3:0 stehen müssen, als Neukirchen erstmmals gefährlich vor unserem Gehäuse auftauchte. Es kam so wie es eine alte Fußballweisheit sagt: Tore, die man selbst nicht schießt, macht der Gegner. Nach einem Freistoß war es soweit, der Ball zappelte nach 27 Minuten zum 0:1 im Freinberger Netz. Fassungslosigkeit auf den Rängen. Es kam noch schlimmer, unmittelbar nach dem Seitenwechsel erhöhte der Gast aus einem Konter auf 0:2, das Spiel schien verloren. Nach knapp einer Stunde, der Anfang der Wende, Froschauer zieht eine scharfe Flanke aufs Tor, der Torwart bereits geschlagen, doch beim Rettungsversuch nagelt ein Gästeverteidiger die Wuchtel ins Netz. Der SVF verstärkt seine Angriffe, doch außer ein paar Chancen erzielt man nichts Zählbares. Besser der Gast, ein Konter in Minute 70 bringt das 1:3. Dies ist gleichzeitig das Signal zum Freinberger Schlussangriff. Zehn Minuten vor Schluss wird Froschi am 5er-Eck gefoult, der gute Schiedsrichter - übrigens aus Bayern - zeigt auf den Elfmeterpunkt. Benjamin Scharnböck übernimmt die Verantwortung und sorgt für den Anschlusstreffer. Bereits drei Minuten später bejubeln die Aktiven, wie auch die Fans, den Ausgleich. Nach einer Superflanke ist es erneut Kapitän Scharnböck der mit einem tollen Kopfball zum 3:3 trifft. Neukirchen ist am Boden zerstört und musste bis zum Schlusspfiff um seinen Punkt bangen. Freinberg dominierte die Endphase. Fazit: Tolle Moral der Grünbart-Truppe, aber solche Chancen, wie wir sie am Anfang versiebt haben, dürfen einfach nicht ungenutzt bleiben. Der kämpferische Moment war wieder “erste Sahne”.
Am kommenden Sonntag, 16 Uhr, (Reserve 14 uhr) sind wir in Rainbach zu Gast. Das Lokalduell dürfte vom Papier her eine Partie auf Augenhöhe sein. Mit lautstarker Fan-Unterstützung hoffen wir die drei Punkte zu entführen.