Angst und bange wurde es den zahlreichen Freinberger Fans in der ersten Halbzeit des Spiels zwischen der SPG Antiesenhofen/Ort und dem SVF. Gefühlt ein Dutzend glasklare Möglichkeiten hatten die Gastgeber in diesem Zeitraum, Freinberg hatte deren „Nullkommanix“. Die Spielgemeinschaft agierte aus einer sicheren Abwehr mit überzeugendem Mittelfeld und einem agilen Sturm, der allerdings vor dem Tor die tollsten Chancen liegen ließ. Der eigentliche und gravierende Unterschied war nur marginal, aber trotzdem letztendlich spielentscheidend: Die Gastgeber agierten mit einem abgesetzten Mann in der Abwehr, eine Art Libero, der SVF mit einer Viererkette ohne Absicherung, was uns, und das nicht nur heute, immer wieder in fatale Situationen im 16er-Bereich brachte und bringt. So auch in der 8. Minute. Ein feiner Steilpass durch die Schnittstelle unserer Hintermannschaft, ein Gegner steht blank, ein direkter Abschluss aus 15 Metern, doch Kasi, der heute einige glänzende Paraden zeigte, kann klären. Der Gegner marschiert immer wieder in unser Gelände, Entlastungsangriffe oder Konter unsererseits sind Mangelware. Die Heimmannschaft ist klar tonangebend. Nach vielen vergeigten Möglichkeiten geht Antiesenhofen/Ort in der 26. Minute doch mit 1:0 in Führung. Die Abwehr deckt den Raum, ein langer Ball als „Türöffner“ über rechts, eine gutgetimte Flanke, die durch eine Direktabnahme aus 10 Metern unhaltbar im kurzen Eck einschlägt. In der Folge kann sich Kasi weiter auszeichnen, während die Gastgeber grob fahrlässig ihre glasklaren Chancen versieben. In Minute 38 ein Freistoß von rechts. Abwehr und Torwart sind in diesem Moment nicht im Bilde, der Ball hüpft Richtung „Kasten“, ein Stürmer kommt, von fast allen Zuschauern unbemerkt, mit der Fußspitze ans Leder und markiert so das 2:0. Zwei Minuten vor dem Pausenpfiff geht der erste Freinberger Schuss in Richtung des Gastgebertors. Ein direkter Freistoßschuss von Hofer David zischt über die Querlatte.