Daumen drücken, Kerzen stiften oder gar mit “Diamanten” besetzte Sandalen als Glücksbringer im Fanblock zu tragen, wie es eine unserer treuen weiblichen Fans tat, halfen nichts, Diersbach verbuchte am Ende einen klaren 3:0-Erfolg in Freinberg.
Bereits in der 2. Spielminute spielt sich unsere Abwehr und lädt mit lässigem Spiel den Gegner zur Attacke ein. Der Ball wird hinten quer gespielt, ein Angreifer riecht den Braten und “stiehlt” das Leder. Nur mit einem Foul an der Strafraumgrenze kann Schlimmeres verhindert werden. Der Freistoß verpufft. In der ersten halben Stunde drängt der Gast, unser SVF “schwimmt” und hat zu oft einfache Ballverluste, während unsere Abseitsfalle den Gegner wiederum öfters bremst. Kasi kann sich einige Male auszeichnen, ansonsten: tote Hose. Exakt nach 30 Minuten endlich der erste SVF-Schuss in Richtung Gästetor, der Gegner kontrolliert das Geschehen, während wir bei den wenigen kleine Möglichkeiten kein Glück haben. Fünf Minuten vor dem Seitenwechsel schießt David Cerveny schräg vom Strafraumeck gefährlich aufs kurze Eck, der Goalie pariert im Nachfassen. Im Gegenzug macht es der Gast besser. Ein feiner Pass, gleich zwei Abwehrspieler werden ohne große Gegenwehr umkreist, der Schuss aus 13 Metern landet zum 0:1 in den Maschen. Beim Anspiel war es eine klare Abseitstellung, doch die Fahne blieb unten, der Treffer zählte. Eine umkämpfte erste Halbzeit, der SVF rührte Beton an, Diersbach marschierte. Ein reiner Abnützungskampf mit einer verdienten, aber umstrittenen Gästeführung.
Nach dem Wiederanpfiff will es der Leader wissen. Den Freinbergern fliegen die Bälle um die Ohren, nur Glück verhindert weitere Einschläge. In der 50. Minute geht es über zahlreiche Stationen über den linken Flügel Richtung SVF-Gehäuse. Zwei Angreifer-Fouls bleiben ungestraft, der Ball wird bis zur Grundlinie geführt, ein feiner Rückpass, den der erste Diersbacher Spieler verfehlt, dafür trifft der dahinter stehende Angreifer ohne Mühe aus 10 Metern ins leere Tor zum 0:2. Der SVF ist in diesem Match zu oft nur zweiter Sieger. Nach knapp einer Stunde Spielzeit erhält ein Stürmer, der deutlich im Abseits postiert ist, die Kugel und schiebt seelenruhig zum 0:3 ein. Danach hat der Gast zahlreiche Großchancen, doch der Chancentod und Kasi verhindern ein Debakel. Freinberg verpasst den Ehrentreffer zehn Minuten vor dem Ende. Eine schöne Flanke von David Breit nutzt Jakob Lang zu einem Flugkopfball. Der Goalie ist aber auch bei diesem Knaller aus zehn Metern zur Stelle. Es bleibt bis zum Ende beim 3:0-Erfolg des alten und neuen Spitzenreiters. Für den SVF kann man feststellen, dass wir in der Wirklichkeit angekommen sind. Wir brauchen noch etwas Zeit um die “Großen” wieder zu packen, der jetzige Mittelfeldplatz muss für Trainer Stemplinger und sein Team auch nächsten Sonntag in Natternbach das Ziel sein.